Tipps zur Behandlung und Vermeidung

Mit Schulbeginn heißt es in vielen Schulen und Kindergärten wieder: Lausalarm! Wenn sich Kinder häufig am Kopf kratzen, kann dies ein Zeichen für Lausbefall sein.

Läuse sind hartnäckig und unangenehm, aber kein Zeichen mangelnder Hygiene – sie fühlen sich auch in gepflegtem Haar sehr wohl. Mit den richtigen Maßnahmen kann man den kleinen Parasiten aber rasch und sicher den Garaus machen.

Wie erkennt man Kopfläuse?

Je früher ein Befall entdeckt wird, umso besser. Wenn der Kopf ständig juckt und man sich häufig kratzt, sollten Haare und Kopfhaut genauer untersucht werden. Dazu wird das Haar Strich für Strich gescheitelt und bei guter Beleuchtung mit einer Leselupe untersucht. Die Kopfläuse sind ca. drei Millimeter große Insekten, welche mit freiem Auge kaum, mit der Lupe jedoch gut sichtbar sind. Vor allem im Bereich hinter den Ohren, an den Schläfen und im Nacken sollte nach Läusen gesucht werden, denn hier halten sie sich gerne auf. Die Eier bzw. die leeren Eihüllen der geschlüpften Kopfläuse heißen Nissen. Diese sind ca. einen Millimeter groß und kleben fest am Haar.
Der Juckreiz entsteht dadurch, dass sich die aus den Nissen geschlüpften Läuse alle zwei bis drei Stunden mit dem Blut des Menschen vollsaugen. Damit das Blut beim Saugen nicht gerinnt, gibt die Laus in die Stichwunden ihren Speichel ab, welcher denn Juckreiz auslöst. Das ist lästig, führt aber zu keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Wie werden Läuse übertragen?

Eine Übertragung der Läuse erfolgt über den direkten Kontakt der Köpfe beziehungsweise der Haare. Aus diesem Grund sind auch vorwiegend Kinder betroffen, da sie beim gemeinsamen Spielen oft „die Köpfe zusammenstecken“ und so nur schwer den Läusen entkommen. Aber auch Erwachsene können von den lästigen Tierchen befallen werden! Ist ein Kind betroffen, sollten auch die Köpfe aller anderen Familienmitglieder auf Läuse untersucht und mit Spezial-Shampoo behandelt werden.

Behandlung gegen Läuse

Läuse übertragen sich leicht, deshalb sollten die Haare von allen Mitgliedern einer Lebensgemeinschaft sorgfältig kontrolliert und behandelt werden. Die erste und wichtigste Maßnahme bei Lausbefall ist gründliches Haarewaschen mit einem speziellen Shampoo aus der Apotheke. Läuseshampoos sind mittlerweile gut verträglich und schonend zur Kopfhaut. Die auf der Flasche angeführte Einwirkzeit ist dabei unbedingt einzuhalten, um die Läuse restlos zu beseitigen. Nach dem Waschen müssen die Nissen mit einem besonders feinen Läusekamm aus den Haaren sorgfältig herausgekämmt werden. Auch dieser ist in der Apotheke erhältlich.
Oft wird nach 9 bis 10 Tagen die Nachbehandlung mit dem Läuseshampoo notwendig, damit auch später geschlüpfte Larven abgetötet werden. Danach empfiehlt es sich, die Haare wieder auf Nissen bzw. Läuse zu kontrollieren und diese mit dem Läusekamm nass auszukämmen.
Bei Lausbefall müssen die Haare nicht kurz geschnitten oder abrasiert werden. Auch das Verwenden von Desinfektionsmittel und Insektensprays z.B. für Möbel ist nicht notwendig – um Haare und Läuse in den Wohnräumen zu entfernen, reicht es, diese mit dem Staubsauger gut abzusaugen und anschließend den Staubsaugerbeutel sofort zu entsorgen.

Dem Befall vorbeugen

Vorbeugend können Shampoos mit Duftstoffen helfen, die Läuse nicht mögen beziehungsweise abschrecken – wie beispielsweise Weidenrinde oder Lavendel.

Weitere Tipps im Kampf gegen Läuse

Bei Lausbefall sollten Kleidung, Bettzeug und Handtücher bei mindestens 60° gewaschen werden. Auch Haarspangen, Zopfgummis, Bürsten und Kämme sollten enthaart und sorgfältig mit heißem Seifenwasser gereinigt werden. Mützen, Decken und Textilien, welche nicht so warm gewaschen werden können, packt man am besten in einen Plastiksack, verschließt ihn fest und hungert so die Läuse einige Tage lang bei möglichst warmen Temperaturen aus. Nicht waschbare Kuscheltiere sollten Sie über Nacht im Tiefkühler (-10 bis -15 Grad Celsius) einfrieren, um die Läuse abzutöten.

Professionelle Entlausung

Wer den Lausbefall nicht selbst in den Griff bekommt, kann sich von Experten in einem Hygienezentrum helfen lassen.
Die Entlausung der Stadt Wien befindet sich in der Rappachgasse 40, A-1110 Wien – Tel.: +43 1 4000 87880.

Informationen und professionelle Beratung zu Maßnahmen und Produkten für die Entlausung sowie zur Vorbeugung vor Lausbefall erhalten Sie in Ihrer Apotheke.

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